EISfuchs in Kürze    

 

Das EISfuchs-Material begünstigt einen aufbauenden Lernprozess bei der Aneignung mathematischer Kompetenzen ganz nach dem Motto: EISfuchs, jeder Schritt zählt! 

Die Arbeit mit beschrifteten Rechenstäben in Verbindung mit dazu passenden Rechenschiebern zielt auf den Anfangsunterricht im Fach Mathematik. Sie berücksichtigt und unterstützt in hohem Masse den kindlichen kognitiven Reifungsprozess.

«Das EISfuchs-Material regt zum Spielen, zum Handeln, zum Vergleichen und zum Zeichnen an.»

Die gewählten Übungsformen und die didaktischen Spiele werden die Kinder darin unterstützen, zu jenen Kompetenzen zu gelangen, die sie gemäss Lehrplan erreichen sollen.

Das EISfuchs-Material eignet sich für allerhand Bau- und Brettspiele, wie auch für die Darstellung von Zahlen bis 100. Damit lassen sich aber insbesondere die Grundoperationen Subtraktion, Addition, Multiplikation und Division hervorragend handelnd erfassen und üben. Das Material entstand ergänzend zu den obligatorischen Lehrmitteln der Mathematik im Rahmen von Halbklassenunterricht an der Unterstufe der Volksschule.

Das EISfuchs-Material begünstigt einen aufbauenden Lernprozess bei der Aneignung mathematischer Kompetenzen ganz nach dem Motto: EISfuchs, jeder Schritt zählt! 

Die Arbeit mit beschrifteten Rechenstäben in Verbindung mit dazu passenden Rechenschiebern zielt auf den Anfangsunterricht im Fach Mathematik. Sie berücksichtigt und unterstützt in hohem Masse den kindlichen kognitiven Reifungsprozess.


Didaktische Konzepte für den Mathematikunterricht

Die eigentlichen Konzepte, der heute die Primarschule prägenden obligatorischen Lehrmittel der Mathematik, sind auf Wittmann und Müller, die Autoren des Zahlenbuchs, rückführbar. In Abgrenzung zu den bis in die 1990er-Jahre vorherrschenden Mathematiklehrmitteln, die seitenlanges Üben zu klar definierten Themen vorwiesen, stellen diese Autoren das entdeckende Lernen ins Zentrum des Unterrichts. Ein zentrales Ziel ihres Konzepts besteht darin, die Kinder dahingehend zu schulen, dass sie eigenmotiviert aus tendenziell komplexen Aufgaben die dahinterstehenden mathematischen Regelmässigkeiten erkennen und flexibel anwenden. Dieses Anliegen aber - so wertvoll es ist - schafft neue Probleme, wenn es einseitig verfolgt wird.


Beispiel Zehner-Übergang

Man vergleiche hierzu beispielsweise das derzeitige Lehrmittel für Mathematik im Kanton Zürich, Mathematik Primarstufe (Lehrmittelverlag des Kantons Zürich, 2010) wie auch das Zahlenbuch (Wittmann & Müller, 2012). Eine Aufgabe wie 8+9 beispielsweise wird nicht über die Teilschritte 8+2+7 eingeübt, da viele Kinder der ersten Klasse damit überfordert wären.

Anstelle des sogenannten Zehner-Übergangs werden in den obgenannten Lehrmitteln Rechenstrategien vermittelt, die hauptsächlich darin bestehen, von einer geläufigen Rechnung auszugehen, um dann durch +1 bzw. durch -1 die Lösung zu abzuleiten. Bei 8+9 also 8+10-1 oder auch 8+8+1.

«Erweiterte Rechenstrategien sind in der ersten Klasse allerdings nur für jene Kinder verständlich, die ohne entsprechenden Aufbau erkannt haben, dass die 1, wird sie vor einer anderen Zahl geschrieben, einen 10er darstellt.»

Diese Kinder haben die Grundstruktur unseres Dezimalsystems erkannt. Mit dem klassischen Einführen des Zehner-Übergangs baute man früher beim Kind dieses Wissen erst auf, während erweiterte Rechenstrategien unserer Tage dieses Wissen voraussetzen.


Vergleich mit der Sprachinstruktion

In der Sprache findet anfangs erster Klasse eine gründliche Alphabetisierungsphase statt, bevor man zum Lesen ansetzt, selbst wenn in der Klasse Kinder sitzen, die bereits lesen können. In der Mathematik könnte zu Beginn der ersten Klasse genauso fokussiert ein Aufbau des Verständnisses des Stellenwertes aufgebaut werden, will man auch jene Kinder erreichen, die dies nicht bereits können!

«Bündelungs- und Entbündelungsaufgaben müssen erstmals auf vielfältige Art erfahren werden, bevor man den Kindern Zahlen wie 10,11 und 12 vorsetzt!»

Die 0 als Platzhalter und die 1. Bündelung spielen dabei die entscheidende Rolle auf dem Weg zum Verständnis unseres Zahlensystems. Ein Kind, das 10 sprechen und schreiben kann, muss deswegen die Stellenwertfunktion noch lange nicht wirklich begriffen haben. Und EISfuchs geht es in hohem Grade um das BEGREIFEN der Grundlagen der Mathematik und einen daraus folgenden Aufbau.

«Entdeckend Lernen», das Schlagwort «moderner Lehrmittelautoren», lässt sich übrigens bei Übungsformen mit wiederholendem Charakter ebenfalls eine ganze Menge, selbst wenn man Vorkenntnisse hat! Der Unterricht muss auch eine Ökonomisierung der Zeit mitberücksichtigen, weshalb gezielter Unterricht basaler Fertigkeiten der Mathematik nicht einfach übergangen werden kann. An den Methoden, diesen zu vermitteln, soll und kann gefeilt werden. Das Weglassen der Vermittlung der Grundfertigkeiten der Mathematik schlechthin, wie das Weglassen der Einführung des 10er-Überganges, hat sich hingegen ganz und gar nicht bewährt!

Wiederholendes Üben gleicht dem Trainieren, und das lieben Kinder, wenn dabei realistische Aussichten auf Erfolg bestehen! Denn Kinder brauchen Erfolge, die sie selbst hervorbringen, wozu wiederholendes Üben sich bestens eignet. Darüber hinaus verleiten didaktische Spiele aller Art die Kinder seit jeher, sich freiwillig mit einem Lernstoff zu befassen, weshalb EISfuchs auch Spiele entwickelt.

Wie kommt es zum Markenname EISfuchs?


Das EIS-Prinzip

Die drei Buchstaben EIS weisen auf das unter Didaktikern bestens bekannten EIS-Prinzip hin, das der Vermittlung von Wissen bei Kindern dient. Gemäss diesem, auf Jerome Bruner rückführbaren Prinzip, erzielt man die besten Resultate beim Unterrichten, wenn die schulischen Inhalte den Kindern auf drei Repräsentationsebenen angeboten werden: Der handelnden, der bildlichen und der abstrakten Ebene.

Die drei Buchstaben EIS stehen für folgende Fachbegriffe:

  • E steht für enaktiv. Damit ist das Sammeln von Erfahrungen auf der handelnden Ebene gemeint. Ausgangslage bilden hierfür Materialien wie die Cuisenaire-Stäbe.
  • I steht für ikonisch. Damit ist die Übersetzung handelnder Erfahrungen in zeichnerischer Form gemeint. Ebenso das mentale Abrufen handelnder Erfahrungen, so wie man es von hochgradig konzentrierten Sportlern her kennt, die eine bevorstehende Aufgabe mental durchgehen.
  • S steht für eine symbolische Darstellung von Wissen. Die Ziffern und Rechnungen, Buchstaben und Wörter gehören allesamt zu den symbolischen, abstrakten Darstellungen. In der Mathematik findet sich hierfür auch der Begriff der formalen Darstellung, wie auf Papier geschriebene Rechnungen.

 

Der Markenname zeigt es an, EISfuchs hat sich diesem Prinzip verpflichtet. Dazu gehören Erkenntnisse, wie folgende:

«Je reifer das Kind ist, desto mehr zeitliche und formale Distanz kann und soll zwischen dem Wechsel der Repräsentationsebenen eingebaut werden.»

Oder andersrum gesagt: Es nützt in einer 1. Klasse wenig, wenn anfangs einer Mathematiklektion handelnde Übungen mit spannenden Materialien im Klassenverband ausgeführt werden, wenn danach die Kinder an ihren Pulten mit einem Bleistift und einem Heft vorlieb nehmen müssen!